Weihnachten und Silvester in Benin.

Ich bin Paula Marie Gerding, 19 Jahre alt, und komme aus Osnabrück. Ich bin als Gruppenleiterin in der Domjugend tätig und fahre jedes Jahr mit ins Domzetlager.
Derzeit bin ich mit dem Bistum Osnabrück für einen Freiwilligen Dienst im Ausland unterwegs.

Hier lerne ich viele neue Menschen kennen, erlebe eine völlig andere Kultur, lerne viel über mich selbst und gestalte mir einen komplett neuen Alltag, in dem ich neue Erfahrungen sammle.


Diesen Freiwilligen Dienst mache ich in dem westafrikanischen Land Benin. Hier wohne und
arbeite ich in einem kleine Ort namens Sè. Ich lebe bei einer Gastfamilie, bei der ich mich sehr wohl fühle. Ich arbeite in der Partnerschule der Domgemeinde aus Osnabrück. Dort arbeite ich bei den kleinen in der Vorschule oder gebe Deutschunterricht in älteren Klassen.
Da ich gerade vor Ort bin und gerne eine Einblick geben möchte, wie das Leben hier aussieht, habe ich mir gedacht, warum nicht erzählen, wie Weihnachten und Silvester in Afrika gefeiert wird.

Am 18.Dezember gab es eine Weihnachtsfeier in der Schule. Zuerst wurde eine Messe abgehalten, anschließend sangen und tanzten die Kinder auf der Bühne.
Danach wurde gemeinsam in der Schule gegessen, und es kam ein echter Weihnachtsmann
vorbei, der Geschenke verteilte.

Damit starteten die Ferien und das Weihnachtsfest. Hauptsächlich wird Weihnachten hier am 24. Dezember abends sowie am 25. Dezember tagsüber gefeiert. Es gibt eine Nachtmesse sowie eine Messe am Morgen. Mittags wird dann groß gekocht und gefeiert. Oft wird hier vom 24. Dezember bis Silvester durchgehend gefeiert, und es finden immer mal wieder Familienfeiern statt.

Das Fest hier ist nicht von Geschenken geprägt, sondern von Freude, Familie, sehr viel Essen und vor allem von der Kirche und dem Glauben.

Ich habe es so erlebt, als würde man hier mit viel Musik und Tanzen in der Kirche, sehr lebendig Weihnachten feiern. Silvester läuft ähnlich ab mit einer langen Nachtmesse, um in das neue Jahr hinein zu beten und danach zu feiern und zu genießen. Diese Nachtmesse ging bis 1:00 Uhr nachts, in der viel gesungen und getanzt wurde, danach wurde angestoßen und gefeiert.

Es gab eine kleine Tradition, man konnte nämlich ein Zettel schreiben mit Punkten was man vor 2026 aus dem Jahr 2025 loslassen möchte. Diese Zettel wurde gesammelt und in der Messe in einem Krug verbrannt.

In der Messe am 01. Januar konnte die Menschen das gleich machen nur diesmal ein Zettel mit
Wünschen für das neue Jahr. Das habe ich als sehr schön empfunden. Ich freue mich über die weitere Zeit in Benin und berichte gerne demnächst Mal von meinen Eindrücken, auch auf dem Instagram Kanal der Domgemeinde.