Die Kirche Herz-Jesu in der Osnabrücker Innenstadt ist seit geraumer Zeit profaniert, wird also nicht mehr kirchlich genutzt und ist von unserer Kirchengemeinde an das Bistum Osnabrück übertragen
worden. Das benachbarte Gebäude ist sanierungsbedürftig.
Gleichzeitig benötigt das nahe liegende Theater Osnabrück ein neues Probenzentrum und Ausweichräume für die in den kommenden Jahren erfolgende Sanierung. Schon vor einigen Monaten hat es hierzu
eine Presseveröffentlichung seitens der Stadt Osnabrück gegeben.
Aus dieser Ausgangslage heraus kamen Stadt und Bistum Osnabrück und die Domgemeinde zu Gesprächen um die Zukunft des Areals (Kirche, Gemeindehaus/Kita und das ehemalige
Pfarrhaus/Herz-Jesu-Kloster) zusammen.
Das Bistum und die Domgemeinde zeigten sich bereit, Gebäude und Grundstücke an die Stadt abzugeben, die diese für die Belange des Theaters nutzen will. Dies hat der Kirchenvorstand unserer
Gemeinde am 23.6.2026 in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen.
Mit Blick auf die Sitzung des Osnabrücker Stadtrates am 30.6.2026 wurden heute in einem Pressegespräch die Inhalte einer seitens der Stadt Osnabrück aufgelegten Machbarkeitsstudie
vorgestellt.
Im Ergebnis zeigt diese Studie, dass eine Realisierung eines Probenzentrums unter Einbeziehung des ehemaligen Kirchengebäudes der Herz-Jesu-Kirche und weiterer angrenzender Grundstücksflächen
möglich ist. Es handelt sich dabei um Grundstücke/Gebäude in denen aktuell u. a. Don Bosco und die Kindertagesstätte Herz-Jesu untergebracht sind.
Für die Kita werden deshalb seitens der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Dompfarrei Lösungen für einen bedarfsgerechten übergangsweisen und dauerhaften Verbleib in der Innenstadt erarbeitet. Die
Neuerrichtung einer Kita, auch eine ggf. notwendige Bereitstellung eines Übergangsstandortes, mit nahtlos übergehendem Betrieb wird seitens der Stadt Osnabrück übernommen. Für eine zeitliche
Umsetzung werden zwei Jahre eingeplant.
Die Kita bleibt also auf jeden Fall erhalten, nur die Immobilie ändert sich.
Diesem Vorgehen muss allerdings der Rat der Stadt Osnabrück in seiner Sitzung am Dienstag, 30. Juni, noch zustimmen.
Sollten sich die Pläne realisieren lassen, ist dies eine erfreuliche Lösung für alle Beteiligten: für das Theater, für die Stadt bezgl. der städtebaulichen Entwicklung an diesem Ort und für uns
als Kirche. Unsere Kita kann erhalten bleiben, und gleichzeitig gibt es eine sinnvolle Nachnutzung des Kirchengebäudes, die die Würde des Raumes wahrt. Das ist besonders wichtig, gerade auch mit
Blick auf unsere Gemeindemitglieder, die an diesem Ort Gottesdienste gefeiert und gebetet haben und die hier wichtige persönliche Ereignisse, wie z. B. Taufe, Firmung, Hochzeit und Ehejubiläen,
aber auch Trauergottesdienste, erlebt haben.
All diese Aspekte hat der Kirchenvorstand eingehend beraten und gewissenhaft abgewogen.

